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	<title>Michi &#38; Stefan in Südamerika</title>
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	<description>Blog über unsere Reise durch Ecuador und Südamerika</description>
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		<title>Vom kargen Norden in Chile zurueck nach Quito</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 21:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ueber die Grenze von Bolivien ging es nochmal mit einer langen und eiskalten zweitaegigen Jeepfahrt. Dann waren wir in San Pedro de Atacama, einer herrlichen Touristadt ohne ATM! Dort empfingen wir unsere sechs Freunde Susi, Stefan, Katharina, Martin, Antje und Michel. Gemeinsem genossen wir unsere letzten Touren in Suedamerika durch die Wuestenlandschaft im Norden Chiles. Dabei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=176&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ueber die Grenze von Bolivien ging es nochmal mit einer langen und eiskalten zweitaegigen Jeepfahrt. Dann waren wir in San Pedro de Atacama, einer herrlichen Touristadt ohne ATM! Dort empfingen wir unsere sechs Freunde Susi, Stefan, Katharina, Martin, Antje und Michel. Gemeinsem genossen wir unsere letzten Touren in Suedamerika durch die Wuestenlandschaft im Norden Chiles. Dabei sahen wir Flamingos ueber unsere Koepfe gleiten, die aufsteigenden Daempfe der unterirdischen Seen, die maerchenhafte Kristalle in der drittgroessten Salzwueste der Erde bilden, konnten Vicuñas (die Wildlamas) beim Grasen beobachten und die typischen kargen Sand- und Gesteinsformationen im Licht des Sonnenuntergangs bewundern. Ausserdem gab es einen -8 Grad kalten Sonennaufgang ueber Geysiren und wieder ein Bad in den anliegenden heissen Quellen &#8211; in das sich jedoch nur Susi mit uns traute. Nach langen Busreisen gelangten wir ueber die naechste Grenze nach Puno, der &#8222;Kuestenstadt&#8220; Perus an den Ufern des Titicacasees. Dort besuchten wir Grabtuerme der Sillustani &#8211; einer Kultur vor den Inkas, deren Anlagen dann von den Inkas weiter genutzt wurden.</p>
<p>Fuer unsere Freunde sicher ein besonderes Erlebnis war die fuer uns schon gewohnte Fahrt in den hier ueblichen Kleinbussen, in die bei max. Beladung schon 18 Mann passen, wobei nur 10 Sitze vorhanden sind. So eng auf Tuchfuehlung mit der einheimischen Kultur kommt man selten.</p>
<p>Am folgenden Tag besuchten wir die schwimmenden Inseln, los uros. Die ersten Indigenas bauten aus den verschiedenen in den See hineingewachsenen Humusinseln unter Wasser Floesse, auf die sie dann mehere Lagen Schilfrohr uebereineander stapelten. So schwimmen die Inseln, wie auch darauf stehenden die Haeuser, auf dem Seen. Der Tourismus ist der Hauptgrund, warum es diese Inseln noch gibt &#8211; und so empfanden wir das Ganze eher als Disneyland. Es waren aber auch sicher mindetens tausend Touris auf den verschiedenen Inseln unterwegs. Einen wilden Kondor hatten sie ebenfalls gefangen. Auch wenn er mit 1 1/2 Jahren noch nicht ausgewachsen war, beeindruckte er uns doch sehr durch seine Groesse.</p>
<p>Weiter ging es auf eine der groesseren Inseln im Titicacasee, auf der die Inkas neben Terassen auch Tempelanlagen hinterlassen hatten. Amantani hiess uns mit gutem Essen und Unterkunft bei einheimischen Familien willkommen. Nach dem Besuch der Tempel, die malerisch auf den Bergspitzen, wie auf Pyramiden aus der glatten Wasserflaeche herausragen, konnten wir den Sonnenuntergang geniessen. Der war fuer mich wie der gemalte Abschied von unserer langen Reise.</p>
<p>Anschliessend wurden wir zum Tanz gebeten, um die einheimische Kultur noch ein wenig besser kennenzulernen. Auf 4000 m hoehe konnten wir nicht lange an den einheimischen Taenzen teilnehmen, da uns die Puste ausging. Dabei hatten unsere Gastgeber uns Touris ganz gut ausgeschmueckt, mit Poncho und Muetze fuer uns Maenner sowie Bluse und Rock fuer Michi!</p>
<p>In Cusco haben wir uns dann nach einem wunderschoenen Tag mit einem traumhaften Vollmondaufgang und bei einem guten Essen von den Anderen verabschiedet und den Rueckweg angetreten.</p>
<p>Nach 1 h Flug und weiteren 35 h Busfahrt waren wir wieder in Quito. Nachdem wir alles organisiert und noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft hatten, fanden wir heute noch die Zeit uns das Guayasamin-Museum anzuschauen. Oswaldo Guayasim ist der indigene &#8222;Picasso&#8220; Ecuadors und Suedamerikas und hat das eindrucksvoll auf Leinwand gebannt, was wir hier immer wieder auch unserer Reise gesehen haben.</p>
<p><img src="http://images.google.com.ec/url?q=http://www.epdlp.com/fotos/guayasamin1.jpg&amp;usg=AFQjCNEXKhP1E_eHAMNetwEUPYm1k1w42A" alt="" width="378" height="545" /></p>
<p>Morgen Abend steigen wir nun wieder in den Flieger, dann geht es nach Hause&#8230;.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/176/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/176/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/176/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=176&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kaelterekord und wunderschoene Landschaften</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 02:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Tupiza brachen wir zu einer Rundtour mit dem Ziel der Salar de Uyuni auf. Es ging durch Mondlandschaften immer ueber 4000m Hoehe. Dabei konnten wir in einem der trockensten Gebiete der Erde nicht nur Salzseen besichtigen, sondern auch interessante Tiere. Vor allem das Biscacho, eine Michung aus Hase, Eichhorn und Kaenguruh war sehr lustig zu beobachten. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=173&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Tupiza brachen wir zu einer Rundtour mit dem Ziel der Salar de Uyuni auf. Es ging durch Mondlandschaften immer ueber 4000m Hoehe. Dabei konnten wir in einem der trockensten Gebiete der Erde nicht nur Salzseen besichtigen, sondern auch interessante Tiere. Vor allem das Biscacho, eine Michung aus Hase, Eichhorn und Kaenguruh war sehr lustig zu beobachten. Davon gab es in einer verlassenen Minenstadt gleich mehrere Dutzend. Die in dieser Stadt passierten Unfaelle und Krankheitsepedemien fuehrten zur heutigen verlassenen Ruinenstadt, wobei die Biscachos wohl mit dem Teufel verbunden sein sollen und es dort heftig Spukt. Wir haben nur die Tiere gesehen und fuhren dann schon weiter um den Abbau von Borax und Salz an einem groessen ausgetrockeneten See zu beobachten. Weiter ging es dann nach einer Nacht bei -10 Grad zur Grenze nach Chile an die Laguna Verde. Dieser See ist aufgrund seiner Mineralien und Algen gruen gefaerbt. Durch die Kaelte konnten wir auch noch etwas auf dem Eis schliddern, bevor es weiter nach Norden zu baden ging. Ja, baden, denn in den Bergen sammelt sich dass Wasser im Karst unterirdisch in Hoehlen an, da es so 2-6 mal im Jahr regnet. Dieses wird durch die nahe gelegenen Magmastroeme der oft qualmenden Vulkane erwaermt und sprudelt dann entweder als heisse Quelle oder als Geysier zur Oberflaeche. So sassen wir auf 4500m Hoehe im 40 Grad warmen Wasser und konnten die Flamingos in der Ferne am Eisrand des Sees staksen sehen!</p>
<p>Aber nachdem wir uns in die Kaelte zurueckbegeben hatten, kam gleich das naechste heisse Erlebnis. Die Geysiere mit den sprudelnden Wassern und verschiedenen Farben waren ebenso beeindruckend! Dabei konnte man glauben, man steht ueber einem Kochtopf und gleich platzt die Erde auch unter unseren Fuessen auf! Geschlafen haben wir dann an der Laguna Rojo??? Dort gab es ausser dem Sonnenuntergang ueber dem roten, teils vereisten See auch noch Flamingos aus der Naehe zu sehen. Die ertragen die Kaelte dort oben, weil es hier ihere Lieblingsspeise gibt. Naemlich einen speziellen Krebs, der bis 1cm lang wird und rot ist. Ebenso wie die Algen hier, macht er die Faerbung des Sees aus. Ausserdem haben wir die Vorfahren der Lamas sehen koenne, die unseren Rehen aehnlich sehen.</p>
<p>Am naechsten Morgen ging es weiter zur Salar de Uyuni. Auf dem Weg dorthin fuhren wir ueber den ehemaligen Meeresboden. Die Salar wie auch die Ebenen rundherum gehoerten zum Meer, welches vor 65 Mio. Jahren langsam auf die heutige Hoehe von 3600m gehoben wurde. Des Salz blieb und so bildeten sich starke Salzkrusten, die in den Niederungen der Salasr bis zu 30m Staerke erreichen. Ebenso mit hochgehoben wurden die Algen, deren Versteinerungen die heutigen Wuesten und kleineren Huegel ueberziehen. Viele fossiele Funde koennen hier noch entdeckt werden.</p>
<p>Der folgende Morgen brachte uns einen Sonnenaufgang auf dieser glatten 12000kmxkm grossen Flaeche. Es war echt beeindruckend, aber mit -15 Grad auch der kaelteste unserer Tage hier in Suedamerika. Dann besichtigten wir noch einige bis zu 1000 Jahre alte Kakteen schon waren wir in Uyuni. Da diese Stadt haesslich und am Rande der Salar ebenso kalt gelegen ist. Fuhren wir gleich weiter und erreichten in einem 2 Tages Jeep Trip erneut ueber die kalten Berge San Pedro de Atacama in Chile, wo wir unsere 6 Freunde trafen.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/173/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/173/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/173/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/173/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=173&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Besuch bei den Bergarbeitern des Teufels</title>
		<link>http://michistefan.wordpress.com/2008/06/29/besuch-bei-den-bergarbeitern-des-teufels/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 22:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach unserer beschaulichen Zeit in Sucre waren wir fit genug fuer die hoechstgelegene Stadt der Welt, Potosí in 4070 Meter Hoehe mit eisigem Wind. Bekannt ist die Stadt fuer den Cierro Rico mit seinen Silberminen, die die Spanier waehrend der Kolonialzeit ausbeuteten und die Tausenden indigenen Sklaven den Tod brachten &#8211; zwischen 5 und 8 Millionen liegen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=170&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach unserer beschaulichen Zeit in Sucre waren wir fit genug fuer die hoechstgelegene Stadt der Welt, Potosí in 4070 Meter Hoehe mit eisigem Wind. Bekannt ist die Stadt fuer den Cierro Rico mit seinen Silberminen, die die Spanier waehrend der Kolonialzeit ausbeuteten und die Tausenden indigenen Sklaven den Tod brachten &#8211; zwischen 5 und 8 Millionen liegen die Angaben ueber die Toten in den Minen. Im 17. Jahrhundert galt Potosí als reichste und auch als groesste Stadt der Welt, versank nach den Spaniern aber in der Bedeutungslosigkeit. Von all dem Silber, das Spanien aus den Minen holte, hatte Bolivien gar nix (nicht verwunderlich), aber auch Spanien konnte nicht viel behalten, denn es musste damit seine horrenden Schulden aus den Kriegszeiten mit den Mauren an andere europaeische Maechte, u.a. an England, zurueckzahlen &#8211; die damit ordentlich das Wirtschaftswachstum in Europa ankurbelten.</p>
<p>Heute noch arbeiten ca. 15.000 Mineros unter haarstraeubenden Bedingungen in den Minen, um Silber und v.a. Zinn zu foerdern. Die Arbeit der Mineros kann man mit Fuehrungen besichtigen &#8211; was wir beiden natuerlich machten. Bevor die Fuehrung richtig losgeht, besucht man mit der Gruppe noch den Mercado de los Mineros, der als der einzige Markt der Welt gilt, auf dem man legal Dynamit erwerben kann &#8211; was wir auch taten. Nachdem unser Guide genau erklaert hatte, wie man die Zuendschnur in der Dynamitstange verankern muss und wie man mit Duengemitteln die Sprengkraft erhoehen kann, kauften wir als Gruppe vier komplette Sprengsaetze. Aber nicht fuer zu Hause, sondern als Geschenk fuer die Mineros und fuer eine Vorfuehrsprengung.</p>
<p>Dann ging es ab in die Minen, die auf 4.200 Metern Hoehe liegen, d.h. die Arbeiter muessen bei sehr duenner Luft arbeiten. In Schutzmontur und mit einem Tuechlein als Mundschutz gegen den Staub gingen wir los &#8211; und mir ging schon nach Hundert Metern geduckt laufen in der unglaublich stickigen und staubigen Luft die Puste aus. Immer wieder hatte ich waehrend der gesamten Fuehrung das Gefuehl, ersticken zu muessen &#8211; ich war unglaublich froh, als es wieder raus ging. Unvorstellbar fuer mich, hier noch koerperlich arbeiten zu muessen. Wir trafen einige Mineros, die gerade ihr gefoerdertes Gestein aus den Loren in den Aufzug schaufelten, die bis zu 2 Tonnen beladenen Loren auf den holperigen Gleisen ohne Mundschutz rennend in den so gut wie ueberhaupt nicht gesicherten Schaechten transportierten und auch auf Roberto. Roberto schlug gerade ein Loch fuer das Dynamit in den Fels, drei Stunden benoetigt er fuer ein Loch und einige Loecher, um ordentlich Gestein wegsprengen zu koennen. Natuerlich auch ohne Mundschutz. Entweder arbeitet er 8 Stunden in den Stollen, allein, oder auch mal 24 Stunden und das 7 Tage die Woche. Er ist jetzt 32 und arbeitet seit 18 Jahren in den Minen. Es heisst, das ein Minero spaetestens nach 10 Jahren Arbeit in den Minen Silicosis hat, eine schleichende Lungenzerstoerung, die ihm irgendwann den Tod bringen wird. Die Lebenserwartung der Mineros liegt bei 45 bis 55 Jahren&#8230;</p>
<p>Nach der Fuehrung waren wir alle total erledigt, meine Stimme war durch den Staub fast weg (nicht nur meine&#8230;) und ich war total erledigt. Nach nur 1 1/2 Stunden LAUFEN bzw. kriechen durch die Stollen. Auch Stefan war erledigt &#8211; diese drueckende, schlechte Energie des Cierro Rico hatte sich maechtig auf uns gelegt&#8230;</p>
<p>Am naechsten Tag machten wir eine kleine Wanderung zur Erholung durch das Oedland, in dem unzaehlige Lamas Steine fressen muessen &#8211; jedenfalls denken wir das, denn es waechst so gut wie nix in der Hoehe und bei der Trockenheit, was Tiere fressen koennten. Sie guckten uns trotzdem ganz interessiert an, Lamas haben immer so einen witzigen Gesichtsausdruck &#8211; es kann ihnen also doch nicht ganz so schlecht gehen <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun sind wir mittlerweile schon in Tupiza angekommen, in der Naehe der argentinischen Grenze. In der Landschaft hier kommen wir uns vor wie im Wilden Westen, es gibt Kakteen, Canyons und rote, spitzzackige Berge. Morgen werden wir gleich einen Reitausflug machen, um das richtige Cowboy-Feeling zu haben! Hier bleiben uns noch einige Tage zum Ausruhen und Faulenzen, bevor es auf in die Salar de Uyuni geht, die Salzwueste Boliviens, in der uns Temperaturen bis zu -20 Grad erwarten&#8230; Was fuer ein Sommer!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/170/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/170/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/170/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/170/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=170&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Auf Regen folgt auch Sonnenschein</title>
		<link>http://michistefan.wordpress.com/2008/06/25/auf-regen-folgt-auch-sonnenschein/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 21:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach unseren Rekorden erholten wir uns ein paar Tage in Sorata, einem Doerfchen in den Bergen noerdlich von La Paz. Dort tauschten wir auf Bitten unseres Guides auf einer schoenen Wandertour zu einem Gletschersee unseren leuchtblauen Rucksack gegen einen schwarzen - leider ein Fehler, wie sich noch herausstellen sollte. Danach wollten wir weiter nach Potosì, der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=160&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach unseren Rekorden erholten wir uns ein paar Tage in Sorata, einem Doerfchen in den Bergen noerdlich von La Paz. Dort tauschten wir auf Bitten unseres Guides auf einer schoenen Wandertour zu einem Gletschersee unseren leuchtblauen Rucksack gegen einen schwarzen - leider ein Fehler, wie sich noch herausstellen sollte.</p>
<p>Danach wollten wir weiter nach Potosì, der Minenstadt Boliviens. Aufgrund der Unzufriedenheit der Mineros mit der Steuerpolitik der Regierung Evo Morales gab es aber einige Strassenblockaden, die Stadt war seit einer Woche voellig abgeriegelt und kein Busunternehmen konnte uns von La Paz dorthin bringen.  So entschieden wir uns zuerest nach Sucre zu fahren und hatten dabei die Wahl zwischen dem bequemen Bus, aber mit Umsteigen, ohne zu wissen ob es Anschluss gibt, und einem unbequemen 18 Stunden-Ritt. Dabei liessen wir die Muenze entscheiden. Wie sich herausstellte auch nicht die beste Idee.</p>
<p>Der Anschlussbus ging nur ueber Nacht und richtig schlafen kann man selbst in den bequemsten Bus nicht. So hiess es nach einer Nacht im Bus die Stadt Cochabamba etwas ermuedet erkunden und dann abends weiter. Zudem war noch das Deutschland-Viertelfinalspiel, das wir mit etwas Bier genossen! Endlich im Bus angekommen, verstauten wir unsere Sachen und warteten den Trubel der Snackverkaeufer und Passagiere ab, die ihre Plaetze suchten &#8211; und da war es schon zu spaet. Ich hatte den schwarzen Rucksack unter meinen Fussschutz gelegt und nur 5 Minuten auf den Bitt-Zettel der Gehoerlosen gestarrt, als der Rucksack verschwunden war. Im dunklen Chaos des Ein- und Aussteigens (trotz Sicherheitskontrollen &#8211; typisch Lateinamerika) hatten Diebe leichtes Spiel.<br />
Natuerlich war im Chaos des Bahnhofs jede Spur verloren und Busfahrer, Passagiere wie auch die Polizei, die wir aufsuchten, hatten wenig Mitleid. Bei den vergitterten Fenstern aller Haeuser hier gilt, wer auf seine Sachen nicht aufpasst, ist selber Schuld, seien es nur 5 Minuten und sei das Busunternehmen verantwortlich. Und so bekamen wir weder Mitgefuehl, noch Betroffenheit zu spueren sondern nur kaltes Schulterzucken &#8211; selbst Schuld.</p>
<p>Nun, zum zweiten Mal meine Kamera verloren (das Display war ja eh hinueber), alle Bilder aus Bolivien von Michaela, Tagebuecher und die Gipfelbilder in der Kamera; ach ja und jede Menge Souveniers&#8230; Ich hatte am naechsten Tag gleich Durchfall von Bier, Stress und Aerger&#8230; So, koennen wir jetzt keine Bilder mehr auf den Blog stellen, aber mit Michaelas Kamera weiter knipsen.</p>
<p>Nachdem es mir wieder besser ging, entdeckten wir Sucre, eine schoene Stadt mit kolonialem Stadtkern, in trockener, Griechenland gleicher Berglandschaft. Dort erholten wir uns und besuchten einen Sonntagsmarkt in einem nahe gelegenen Dorf (wir hatten ja wieder Platz im Gepaeck fuer neue Souveniere <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  . Ausserdem besuchten wir ein weiteres PLAN-Projekt, eine Organisation, die Entwicklungshilfe weltweit betreibt und bei der Michaelas Mutter ein Patenkind hat. Dabei arbeitet PLAN nur mit lokalen, ausgebildeten Kraeften und versucht zuerst die Leute in den Gemeinden zu selbstorganisierten Problemloesungen zu bewegen, bevor irgendwo Geld fliesst. Erst dann werden mit allen Gruppen der Gemeinden, um so eine Benachteiligung beispielsweise von Kindern oder Frauen zu vermeiden, Entscheidungen zu speziellen Projekten getroffen &#8211; es entscheidet also die Gemeinde, und nicht PLAN, welche Projekte durchgefuehrt werden sollen.</p>
<p>Geld kommt aus den &#8222;reichen&#8220; Laendern ueber Patenschaften, das dann aber nicht direkt an die Familien ausgezahlt, sondern fuer die gemeinsam als wichtig angesehenen Projekte genutzt wird. So werden Schulen, Wasserzufuhr, Stromanschluesse, Gesundheitszentren und Aufklaerungsprojekte finanziert. Dabei muss die Gemeinde ca. 20 Prozent der Finanzierung selbst tragen, die Organisation und Durchfuerung wird durch die Gemeindemitglieder nach einem bestimmten (Kontroll-)Verfahren uebernommen, welches allerdings von PLAN bestimmt wird. So kann keine (oder nur stark begraenzte) Korruption stattfinden, die Gemeinden lernen ihre Probleme selbst anzugehen und im Ergebnis ist das Vertrauen zu PLAN mittlerweile groesser als in den Staat. PLAN arbeitet ausserdem fast 40 Jahre kontinuierlich in dieser Gegend und hat viel vorzeigen koennen. Natuerlich gibt es Kontakt zwischen den Kindern und den Pateneltern, die postalisch, aber auch direkt vor Ort stattfinden kann, wie wir mit Michaelas Eltern erleben durften. Dank Margret haben wir unsere eigene weitere Verbindung zu diesem Kontinent, eine spontane Entscheidung. Ein schoenes Gefuehl fuer uns beide &#8211; denn am Ende unseres Besuches haben wir unser Patenkind wenigstens schon mal auf dem Foto kennenlernen koennen. Ein weiterer Grund, bald mal wieder nach Bolivien zu reisen, um die vierjaehrige Bellatrix auch persoenlich kennenzulernen&#8230;</p>
<p>Nun sind wir in Potosì angekommen und wer im Fussballtaumel noch Zeit hat, kann sich diese Stadt ja mal auf DVD zu Hause ansehen. Es gibt naemlich einen preisgekroenten Film ueber die Minen hier: &#8222;The Devils Miner&#8220; &#8211; unbedingt anschauen!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/160/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/160/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/160/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=160&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hoehenrekorde in Bolivien</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 23:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt sind wir schon 10 Tage in Bolivien und haben soviel erlebt, dass es einen Eintrag sprengen wuerde. Also hier nur eine Zusammenfassung der eindruecklichsten Erlebnisse. Unsere erste Station haben wir in Copacabana am Lago Titicaca eingelegt, in 3800m Hoehe. Auf der Isla del Sol, der Sonneninsel, ist der Legende nach der erste Inka Manco [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=157&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/huayna-potosi.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/titicaca.jpg"></a>Jetzt sind wir schon 10 Tage in Bolivien und haben soviel erlebt, dass es einen Eintrag sprengen wuerde. Also hier nur eine Zusammenfassung der eindruecklichsten Erlebnisse.</p>
<p>Unsere erste Station haben wir in Copacabana am Lago Titicaca eingelegt, in 3800m Hoehe. Auf der Isla del Sol, der Sonneninsel, ist der Legende nach der erste Inka Manco Capak von der Roca Sagrada, dem heiligen Felsen, gestiegen und hier liegt auch der Ursprung des Sonnenkultes der Inka. Kein Wunder, fanden wir, als wir die sonnenverbrannte kahle Insel, umgeben vom tiefblauen See, schneebedeckten Bergipfeln, azurblauen Himmel und gleissender Sonne durchwanderten. Die Naehe zum Himmel, die Weite der Landschaft, die Kargheit der Felsen, die brennende Kraft der Sonne &#8211; ein Ort fuer Goetter und Legenden. Wir haben auch noch kleinere Doerfchen durchstromert, alle wunderschoen am See gelegen. Auf dem Foto seht ihr eines der typischen Schilfboote, umgeben vom doerflichen Idyll: Ein paar Tiere hinter dem Schilfstreifen, dann noch ein paar Felder mit Bohnen oder Kartoffeln, Lehmhaeuser und da und dort buntgekleidete Bauern. </p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/titicaca.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-159 aligncenter" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/titicaca.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Vom beschaulichen Copacabana ging es dann weiter nach La Paz, hinein in den wahrscheinlich groessten Markt des Landes. Eigentlich ist die gesamte Innenstadt ein einziger Markt, Millionen von Staenden draengeln sich in den Strassen, stinkende Busse schieben sich mit ohrenbetraeubenden Gehupe durch die Menschenmassen &#8211; hier darf man keinen Moment die Aufmerksamkeit verlieren, sonst kommt man unter die Raeder oder wird umgerannt. Unser erster Abend wird uns wohl in Erinnerung bleiben: Wir hatten beschlossen, in Gedanken an Christofs Geburtstag, nachtraeglich Indiana Jones im Kino anzusehen (weder in Cuzco noch in den anderen Staedtchen gab es ein Kino) und vorher noch Essen zu gehen. Gerade als wir ein Restaurant ausgesucht hatten, sprach Stefan ein Mann an und als er merkte, dass wir Spanisch verstehen, fing er ganz eindringlich und mit Traenen in den Augen an, uns seine Geschichte zu erzaehlen.  Seine Mutter lag nach einer misslungen Operation im Krankenhaus und brauchte dringend eine Bluttransfusion der Blutgruppe B, bloss dass das Krankenhaus diese nicht hatte und er deshalb zu einer privaten Blutbank musste. Hier kostete ein Transfusion 180 Bolivianos &#8211; das sind 17 Euro oder sein Lohn in zwei Wochen &#8211; und auf einmal konnte er nie und nimmer das Geld fuer die benoetigten 4 Transfusionen aufbringen. Stefan und ich waren in der Zwickmuehle: sollten wir ihm glauben? Sollten wir ihm das Geld geben und nochmal ins Hostal zurueckkehren, damit wir unseren Abend so verbringen konnten, wie wir wollten? Wir entschieden uns erstmal, Stefans Portomonnaie zu leeren und ihm 70 Bs. zu geben unter der Versicherung, das sei alles Geld was wir bei uns hatten. Aber er muss wohl unser schlechtes Gewissen bemerkt haben und kam uns noch einmal hinterher, um uns unter Traenen weiter zu bitten, ihm Geld zu geben, da seine Mutter eine Transfusion noch an diesem Abend brauchte und er keinerlei andere Hoffnung hatte, an das Geld zu kommen. Und so beschlossen wir, auch wenn es etwas peinlich war, da wir doch kurz vorher noch etwas anderes erzaehlt hatten, ihm unsere restlichen 100 Bs. zu geben. Ziemlich bedrueckt und wuetend gingen wir ins Hostal zurueck- was fuer Vorteile hat doch unser Gesundheitssystem und wieso ist es so schwer, freien Herzens zu geben? Fuer uns war es schliesslich nicht wirklich viel Geld&#8230;</p>
<p>Wir haben dann nur beim preiswerten Chinesen gegessen und haben unsere Stimmung durch Indy im Kino aufbessern lassen. Doch als wir Mitternacht das Kino verliessen, empfingen uns laut groelende, zerlumpte Strassenkinder, vielleicht 6 bis 11 Jahre alt, die sich wie irre ueber Popcornreste und Kleingeld gefreut haben. Was fuer eine besch&#8230; Welt. Da war es mal wieder aus mit dem Seelenfrieden. Aber auch eine Anregung mehr unser Leben anders weiterzuefuehren. Tja, das war also der erste Abend in La Paz &#8211; auch wenn wir solche aehnlichen Sachen schon mehrmals erlebt haben, es ist immer wieder ein Schlag wie beim ersten Mal.</p>
<p>Naja, dann haben wir noch weitere Touri-Erlebnisse gehabt, haben uns die Ausgrabungsstaette Tiwanaku angeschaut, eine der moeglichen Kulturen aus denen die Inkas hervorgegangen sind. Und dann haben wir beide noch unsere persoenlichen Hoehenrekorde aufgestellt. Ich auf die bequeme Art, indem ich eine organisierte Tour ins hoechstgelegene Skigebiet der Welt gemacht habe, auf den Chalcantaya ging es mit dem Bus auf 5300m Hoehe. Und von der 13er Gruppe, die wir waren, habe ich es als einzige gewagt und geschafft, noch 100m hoeher zu wandern, den tollen Ausblick und die majestaetische Stille der Berge zu geniessen und ein wenig durch den Schnee zu stapfen. Und da Stefan nicht dabei war, konnte ich diesmal die ganze Bewunderung der Anderen einheimsen <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Denn Stefan hat sich noch einmal dran gemacht, die 6000er Marke zu knacken. Wie es ihm erging, erzaehlt er Euch hier:<br />
Hat mein Ehrgeiz es doch wieder geschafft! Ich konnte es nicht lassen und probierte somit den „einfachsten“ 6000-er hier in Bolivien, den Huayna Potosí.<br />
Nach einer interessanten Fahrt zum ersten Basiscamp auf 4700 m mit guter Unterhaltung ueber bolivianische Politik, ging es mit ca. 15 Kg Gepaeck (ich wollte ja nicht frieren) erst mal auf 5320 m zum zweiten Camp. Natuerlich zu Fuss und ueber ein Geroellfeld. Befluegelt und betrunken von der duennen Luft kam ich als erster der 11 Mann starken Truppe an und musste dafuer ueber Nacht buessen. Nach dem Abendbrot konnte kaum einer schlafen, da die Hoehenkrankheit und die Enge &#8211; das Blechhaus hat ca. 15 mxm, 11 Leute teilten sich 5 Matratzen &#8211; alle wach hielten. Um zwei Uhr nachts setzte mir die Uebelkeit zu stark zu. Entledigt, von allem was mich schwer machte, ging es dann gut nach oben.</p>
<p>Der Aufstieg von 2:15 Uhr nachts bis ca. 7:30 Uhr war leichter als beim letzten Mal, da der Schnee besser hielt und kein zu kalter Wind wehte. Immer zwei Personen miteinander und an einen Fuehrer angeleint gingen mit Steigeisen ueber Gletscher und Eis. Trotzdem war ich ziemlich fertig als es an das letzte Stueck des Aufstiegs ging. Das war dann auch besonders steil und nichts fuer Hoehenkranke! Es ging auf einem schmalen Grat aus Eis und Schnee entlang schwindelerregender Abhaenge mit unglaublichem Ausblick aus 6088 m Hoehe! Das Foto vermittelt mal einen kleinen Eindruck&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/huayna-potosi.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-158 aligncenter" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/huayna-potosi.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Gut, dass die Sonne aufging und uns muede Truppe aufwaermte. Dann ging es hinab, voellig erschoepft aber uebergluecklich! Ich habs geschafft, jeah!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/157/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/157/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/157/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=157&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Alte Berggipfel</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 21:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Um uns auf unseren Besuch auf Machu Picchu vorzubereiten, haben wir uns fuer eine viertaegige Wanderung entschieden, die uns wieder einmal vorbei an schneebedeckten, vereisten Berggipfeln gefuehrt hat. Diesmal war es der Gebirgszug Salkantay, der uns die beiden ersten Tage begleitet hat. Der erste Tag war noch recht gemuetlich, es ging nur leicht bergan. Trotzdem hat [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=152&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/wir-zwei.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/ma-pi.jpg"></a>Um uns auf unseren Besuch auf Machu Picchu vorzubereiten, haben wir uns fuer eine viertaegige Wanderung entschieden, die uns wieder einmal vorbei an schneebedeckten, vereisten Berggipfeln gefuehrt hat.</p>
<p>Diesmal war es der Gebirgszug Salkantay, der uns die beiden ersten Tage begleitet hat. Der erste Tag war noch recht gemuetlich, es ging nur leicht bergan. Trotzdem hat es gleich den ersten Mitwanderer Andrew aus Brasilien rausgekickt, sein Ruecken hatte nicht so viel Gefallen an den Strapazen gefunden, also musste er nach Cuzco zurueck. Wir waren diesmal in einer fast suedamerikanischen Gruppe unterwegs: drei BrasilianerInnen und zwei Venezuelaner, die allerdings zum ersten Mal in ihrem Leben in Wanderschuhen zu stecken schienen. Stefan und ich waren zusammen mit Pablo aus Spanien die Fittesten und Wanderfreudigsten und mussten Geduld ueben, immer wieder warten oder zurueckstecken &#8211; was vor allem am letzten Wandertag zu schlechter Stimmung fuehrte, da unser Reisefuehrer Simon entschieden hatte, statt zu wandern mit dem Bus zu fahren, um &#8222;die Kraefte fuer Machu Picchu zu sparen&#8220;. Naja, Gruppenreisen&#8230;</p>
<p>Die ersten drei Tage fuehrten uns durch eine atemberaubende Landschaft, diesmal gab es sogar Gletscher und Stefan hat in ueberspruehender Energie noch eine riesige Gletschermoraene erklettert &#8211; muy impresionante! Nach dem Pass auf 4600 m Hoehe, den wir am zweiten Tag ueberwunden hatten, ging es stetig bergab, hinein in immer gruenere Taeler, in denen alles bluehte und uns in einen Farbrausch versetzte: gelbe, rosa, blaue, rote, weisse Blueten &#8211; und dass, obwohl hier gerade der Winter los geht. Der Wandel der Vegetation in nur ein paar Stunden war toll. Von kahlen, eisbedeckten Gipfeln hin zu Palmen in 1 1/2 Tagen.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/wir-zwei.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-153 aligncenter" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/wir-zwei.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Den letzten Tag ging es dann die letzte Strecke &#8211; fuer die Wanderwilligen <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  &#8211; entlang der Eisenbahnschienen zum Dorf von Machu Picchu. Da bekamen wir schon einen Eindruck von der unglaublich schoenen Natur, den Bergen, auf und zwischen denen die Ruinen liegen &#8211; die Lage begruendet wohl vor allem die magische Anziehungskraft, die von Machu Picchu ausgeht. Keine andere Inka-Ruine, von den zahlreichen, die wir besucht haben, verfuegt ueber eine aehnlich beeindruckende Atmosphaere.</p>
<p>Diese wurde am Abend erstmal zunichte gemacht, als wir im Dorf von Machu Picchu ankamen: ein riesiges, neonlichtblinkendes Hotel-Restaurant. Am Ortseingang dachten wir erst, wir kommen in einen schweizer Skiort: es gab sogar gepflastere Buergersteige mit Sitzbaenken. Aber im naechsten Strassenzug bei den preiswerteren Hotels sah es schon wieder wie Peru aus.</p>
<p>Um die Magie von Machu Picchu richtig kennen lernen zu koennen, sind wir 5 Uhr morgens zusammen mit Simon und Pablo losgewandert (der Rest ist mit dem Bus nachgekommen), sind ueber eine Stunde Treppen bergauf gestiegen, haben den Stimmungswechsel der Daemmerung in den Bergen genossen und die ersten Vogelstimmen &#8211; bis wir mit etwa 20 anderen Reisegruppen in Machu Picchu dastanden, um auf den Sonnenaufgang zu warten. Da dachten wir beiden schon: hier wird alles totgetrampelt, da bleibt nichts mehr von Besinnung. Ueberall supertoll ausgeruestet Hobbyfotografen mit den neuesten Kameramodellen, die an allen Ecken draengelten, um die gleichen Fotos zu schiessen (auf Machu Picchu gibt es, glaube ich, kein Foto, das noch nicht gemacht wurde &#8211; aber auf der Akropolis zum Beispiel ist es ja auch nicht anders&#8230;). Doch trotzdem, als die Nebelschwaden aus dem Tal aufstiegen und sich die ersten Sonnenstrahlen ueber die gegenueberliegenden Berggipfel trauten &#8211; da haben wir die tausend anderen Zuschauer vergessen und einfach die Stimmung genossen. Die Inkas haben diesen Ort nicht zufaellig gewaehlt. Und auch die mindestens 4 Tempel in der insgesamt doch eher kleinen Anlage zeigen, dass der Ort fuer die Inkas sehr bedeutungsvoll war &#8211; es existieren unzaehlige Theorien, wofuer die Stadt einmal gedient hat, da kann dann jeder das mitnehmen, was fuer ihn am meisten Sinn ergibt.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/ma-pi.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-154 aligncenter" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/06/ma-pi.jpg?w=72&#038;h=96" alt="" width="72" height="96" /></a></p>
<p>Spaeter, als der Sonnenaufgang vorbei war, haben sich die ganzen Tourigruppen ganz gut verlaufen. Wir haben dann noch den Wayna Picchu - siehe Foto &#8211; bestiegen, 200 m bergauf nochmal Treppen. Und dann wieder runter &#8211; noch nie haben wir an einem Tag soviele Treppen gestiegen&#8230; Doch der Blick von oben war die Anstrengung wert.</p>
<p>So haben wir den Besuch doch sehr genossen, mitten im Touri-Strom. Zurueck ging es im Zug nach Cuzco &#8211; der uebringens einer chilenisch-britischen Gesellschaft gehoert. Wie hier so gut wie alle Agenturen, Restaurants, Bars etc. in Cuzco Auslaendern gehoeren. So bleibt von den Unmegen Geld, das die Touris ausgeben, kaum etwas in der Region, die in ganz Peru mit zu den aermsten gehoert. Zu dem Thema haben Pablo und wir mit den Venezolanern ein wenig zu diskutieren versucht, die meinten, das es jeder mit &#8222;ehrlicher, wuerdevoller&#8220; Arbeit zu etwas bringen kann. Als wir einwandten, dass die Chancen fuer die Einzelnen doch sehr unterschiedlich verteilt seien, verebbte das Gespraech aber gleich wieder, um zu leichteren Themen zu wechseln. Eine Anekdote hatte noch Pablo zu erzaehlen, der in Bolivien, wie meine Mutter, sein Patenkind besucht hatte und in der Schule von einem Siebenjaehrigen gefragt wurde: Wo ist unser Gold?</p>
<p>Noch eine Frage fuer unsere fleissigen Leser: Was hat der Titel dieses Beitrags mit dem Inhalt zu tun? Wer es herausbekommt, dem bringen wir eine Tuete Coca-Tee oder Coca-Bonbons aus Bolivien mit!</p>
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		<title>Nazca und Cuzco</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 23:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Lima ging es direkt nach Nazca. Von der leider etwas haesslichen und touristisch ueberteuerten Stadt aus besuchten wir einen Sandboard-Wettbewerb und ueberflogen die beruehmten Nazca-Linien. Der Wettbewerb wurde zum erstenmal ausgetragen und war typisch lateinamerikanisch organisiert. Wer nicht frueh zeitig mit dem ganzen Trek gefahren war, musste zusehen, woher er Informationen und  Verkehrsmittel bekam. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=145&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/sandduene_michi1.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/nazca_spinne.jpg"></a>Nach Lima ging es direkt nach Nazca. Von der leider etwas haesslichen und touristisch ueberteuerten Stadt aus besuchten wir einen Sandboard-Wettbewerb und ueberflogen die beruehmten Nazca-Linien.</p>
<p>Der Wettbewerb wurde zum erstenmal ausgetragen und war typisch lateinamerikanisch organisiert. Wer nicht frueh zeitig mit dem ganzen Trek gefahren war, musste zusehen, woher er Informationen und  Verkehrsmittel bekam. Da wir zu spaet von der ganzen Sache erfahren hatten, brauchten wir drei Stunden um ueberhaupt zu starten. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch die Wuestenlandschaft; es regnet hier nur alle 10-15 Jahre zum El Niño, kamen wir an eine Bergduene. Leider war es nicht Cierro Blanco, die mit 2000 m Hoehe hoechste Duene der Welt, aber trotzdem sehr eindrucksvoll. Ich hatte mir ein rubustes Board im Hostal ausgeliehen und so ging es an einem abseits gelegenen kleinen Hang los&#8230; Leider nicht so elegant wie die acht Teilnehmer des Wettbewerbs, aber immerhin mit Spass fuer die 200-300 Zuschauer aus den umliegenden Oasendoerfern. Den Kinderaugen konnte ich dann auch nicht wiederstehen und hatte nach drei Abfahrten die Kontrolle ueber das Board bald an die Kleinen abgegeben. Die hatte dafuer umso mehr Spass. Als die Sonne unterging, fanden wir noch eine Mitfahrgelegenheit zurueck, denn nachts wird es doch zu kalt um draussen zu schlafen. So ging es mit 100 Km/h auf der Ladeflaeche des Jeeps zurueck. Ein schoenes Abenteuer.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-thumbnail wp-image-147 aligncenter" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/sandduene_michi1.jpg?w=72&#038;h=96" alt="Sandduene" width="72" height="96" /></p>
<p>Die Nazca-Linien zu ueberfliegen hat sich wirklich gelohnt. Schon allein weil mir der Flug in der kleinen 4-Sitz-Chesna so viel Spass gemacht hat. Der Pilot flog extra scharfe Kurven um uns den Ausblick aus den Seitenfenstern auf die verschiedenen 30 bis 300 m grossen Figuren zu ermoeglichen. Vom Astronauten ueber Spinne und Kolibri wahren verschiedenste Bilder zu sehen. Von den ueber 1500 Bilder und geometrischen Figuren die hier auf ueber 120 kmXkm verteilt sind, sind nur wenige erforscht. Die Deutsche Maria Reiche hat der Erforschung und der Erhaltung ihr Leben gewidmet. Ihr ist es zu verdanken, dass die Nazca-Linien Weltkulturerbe sind, da ihre Entstehung auf 1000 vor bis 600 nach Christi datiert wird. Sie hat auch die Theorie, dass die Linien einen astronomischen Kalender darstellen, verfolgt, aber nicht beweisen koennen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-148" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/nazca_spinne.jpg?w=127&#038;h=96" alt="Nazca" width="127" height="96" /></p>
<p>Leider wurde die Panamerikana vor deren Schutz durch die Bilder gebaut. Die Verkehrsmittel und der neue Effekt des El Niño zerstoeren die Bilder, die nur aus beseite geschobenen Gesteinstruemmern und dem darunter befindlichen helleren Sand bestehen. Dabei haben die Linien eine Breite von 30cm bis 2m. Selten sind groessere Areale freigelegt.</p>
<p>Die Nazca leben in dieser kargen Gegend, in der die Fluesse nur drei Monate im Jahr Wasser aus den Bergen bringen, von unterirdischen Quellen und wussten schon zu Roemer-Zeiten, unteridische Aquedukte zu bauen, die heute noch der Versorgung der Stadt dienen.</p>
<p>Weiter ging es nach Cuzco. Dieses Zentrum der Archeologie hat viel mehr zu bieten als Machu Picchu. Die Inkas hatten bis zur vollstaendigen Eroberung durch die Spanier in ihrem Zentrum immer neue Bauten anlegen lassen. So haben wir neben Cuzco vier Ausgrabungsstaetten oder Ruienen allein zu Fuss besichtigen koennen. Der Guide, den man hier benoetigt, da es keinerlei Erklaerungstafeln gibt, fuehrte uns noch durch leichter zugaengliche Hoehlen, die wir teilweise auf allen Vieren durchkriechend erkunden konnten. Da die Inka an eine Dreiteilung der Welt in Oben (Himmel, Adler, Zukunft) Mitte (Erde, Jaguar, Jetzt) und Unten (Hoehle-Welt der Toten, Schlange, Vergangenheit) glaubten, konnten wir die spirituelle Verbindung zur Untenwelt ganz gut nachempfinden. Nix fuer Klaustrophobiker. Die Inka verehrten ausserdem die Sonne als hoechsten Gott, hatten aber auch niedere Goetter, wie das Wasser und Pacha Mama (Mutter Erde). Fuer jedes gab es einzelne Tempel, die dann an Quellen oder auf Huegeln zu finden waren. Die Festung Saqsaywaman direkt ueber Cuzco war ein beeindruckendes Besipiel fuer die Baukunst der Inka. Im Gegensatz zu den gleichaltrigen Burgen in Deutschland wurden hier bis zu 200 Tonnen schwere Steine ueber Kilometer herangeschleppt, genauestens behauen und ohne Moertel passgerecht zusammengefuegt.  Die mit aus Nuten vesehen riesigen Steine bestehenden Mauern hielten allen Erdbeben und Angriffen der Spanier stand. Und das wurde ohne Ochsen, Kran und Eisen gebaut! Zum Bearbeiten wurde haerteres Gestein, wahrscheinlich von Meteoriten verwendet. Die ganze Festung hat eine gezackte Mauer, die die Zaehne eines Jaguars darstellen. Diese wurden auch vom Blut der Inka getraenkt, als diese eine ihrer letzten Schlachten hier schlugen und gegen die spanischen Metallschwaerter, Gewehre und mit den Spaniern verbuendeten Voelkern verloren.</p>
<p>Ein weiteres typisches Merkmal war die grossraeumige Terassierung, die aus der Berglandschaft einen Garten aehnlich Sanssouci machte und mit der perfekten Bewaesserung aus Quellen und ueber teilweise kilometerlange Aquedukte herangefuehrtes Wasser fuer eine Ertragssteigerung der Felder sorgte.<a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/moray.jpg"></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/moray.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-150" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/moray.jpg?w=72&#038;h=96" alt="" width="72" height="96" /></a></p>
<p>Ich koennte noch Stunden weiter aufzaehlen von den verschiedenen, teils ueber mehrere Hektar gross angelegten Komplexen, wie Pisaq, Moray (dass als Pflanzenexperimentiergarten angelegt war), Ollantaytamba, Tipon uvm. Wir haben relativ entspannt allein ein Woche gebraucht um alle zu besuchen, da sie im Heiligen Tal der Inka verstreut, mit dem Bus erreichbar sind.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/pisaq.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-151" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/pisaq.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/pisaq.jpg"></a></p>
<p>Interessant waren auch die von den Inkas schon genutzten Salzminen. Dabei wird eine warme sehr salzhaltige Quelle ueber hunderte kleine Becken zum Austrocknen geleitet. Auch heute noch stellen Genossenschaften hier salz fuer ganz Peru her.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/salineras.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-149" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/salineras.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/salineras.jpg"></a></p>
<p>Hier in Cuzco kommt man sich vor wie in einer suedeuropaeischen Touristadt. Tausende Touri-Agenturen und kleine Haendler an denen man nur spiessroutenlaufend vorbeikommt. Die Gebaeude sehen schmuck und gut erhalten aus und die Gassen sind romantisch. Leider geht all das Geld in auslaendische Firmen und hilft der Region kaum. So sind oft es chilenische, aber auch europaeische und amerikanische Firmen (auch der Zug nach Machu Picchu gehoert den Chilenen) diejenigen, die mit ueberteuerten Preisen das Geld mitnehmen. Ebenso ist es mit den Eintrittsgeldern fuer die verschiedenen Ausgrabungsstaetten. Das wird zentral gesammelt und geht nach Lima, von wo nur ein Bruchteil in die Region zurueckfliesst, die damit zu einer der aermeren in Peru zaehlt.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/145/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/145/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/145/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=145&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Im Himalaya der Anden</title>
		<link>http://michistefan.wordpress.com/2008/05/18/im-himalaya-der-anden/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 May 2008 21:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach all dem vielen Sand und den Pyramiden hatte es Stefan und mich in die Cordillera Blanca verschlagen, das sogenannte Himalaya der Anden. Dieser Titel haelt was er verspricht, wir waren von schneebedeckten Gipfeln umgeben, sind von einem umwerfenden Ausblick zum naechsten gekommen und haben viele kleine Gebirgsdoerfchen durchwandert. Wir hatten uns entschieden, den bekannten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=139&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/talblick.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/see.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/paso-union.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/huascaran.jpg"></a>Nach all dem vielen Sand und den Pyramiden hatte es Stefan und mich in die Cordillera Blanca verschlagen, das sogenannte Himalaya der Anden. Dieser Titel haelt was er verspricht, wir waren von schneebedeckten Gipfeln umgeben, sind von einem umwerfenden Ausblick zum naechsten gekommen und haben viele kleine Gebirgsdoerfchen durchwandert.</p>
<p>Wir hatten uns entschieden, den bekannten Santa Cruz Trek zu machen, eine Fuenf-Tageswanderung auf den 4750 m hohen Pass Union. Wir waren mit 6 weiteren Wandersleuten unterwegs, alle gluecklicherweise in unserem Alter, begleitet von 5 Eseln, die unser Gepaeck geduldig getragen haben, einem Koch, einem Eselstreiber und unserem Guide Erik, der mit Stefan jeden Tag Plaene zur Revolution und Verbesserung der Welt ausgetauscht hat. Wir hatten jeden Tag den Luxus, in unserer aufgebauten Zeltstadt anzukommen und erstmal einen heissen Tee vorm Essen serviert zu bekommen.</p>
<p>Das groesste Problem war die Kaelte in der Nacht &#8211; wir sind alle Mann mit all unseren Klamotten am Leib abends bibbernd in den Schlafsack rein gestiegen und morgens wieder bibbernd raus. So hatte ich am Ende der Tour auch erstmal eine Erkaeltung auszukurieren&#8230;</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/talblick.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-144" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/talblick.jpg?w=72&#038;h=96" alt="" width="72" height="96" /></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/see.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-143" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/see.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/huascaran.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-141" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/huascaran.jpg?w=128&#038;h=96" alt="Huascaran" width="128" height="96" /></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/gruppenbild.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-140" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/gruppenbild.jpg?w=128&#038;h=96" alt="" width="128" height="96" /></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/paso-union.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-142" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/paso-union.jpg?w=72&#038;h=96" alt="" width="72" height="96" /></a><br />
Neben der umerfenden Landschaft, von der die Fotos wenigstens mal einen kleinen Eindruck geben sollen, waren unsere Singeabende herausragend &#8211; wir haben uns jeden Abend landestypische Lieder vorgesungen und so deutsch-israelisch-englisch-peruanische Konzerte gehabt! &#8211; und Stefans spektakulaeres Bad im Wasserfall. Das war sehr lustig, erstmal mussten wir alle auf allen Vieren mit Emilio, unserem Eseltreiber, den Weg durch die Wildnis bergauf finden und dann hat sich Stefan zur Unterhaltung und Fotofreude der Truppe in die eisigen Wassermassen getraut. Das war eine Unternehmung nach Stefans Geschmack: am Rand standen 7 Leute mit der Kamera und knipsten wie wild <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach unserer Rueckkehr von der Wandertour haben wir noch die Ruinen von Chavin besichtigt, mit 3000 Jahren eine der aeltesten Kulturen Perus. Besonders beeindruckend waren die unzaehligen unterirdischen Gaenge und Labyrinthe, die erhalten geblieben sind und von denen niemand wirklich weis, wofuer sie gedient haben. Auf dem Weg nach Chavin sind wir auch noch an Kohlebergwerken vorbei gekommen, die auf eigene Faust von den Anwohnern unter haarstraeubenden Bedingungen ausgebeutet werden. Wir haben einen kohlrabenschwarzen Jungen gesehen, von vielleicht 15 Jahren &#8211; das hat uns daran erinnert, was wir ueber die Kinderarbeit in den Minen Perus gelesen haben. Die koennen aufgrund der teilweise so kleinen Stollen auf Kinderarbeit nicht verzichten, ausserdem: gibt es billigere Arbeitskraefte? Stefan wird, wenn wir sowas sehen, immer wuetender, ich immer trauriger. Wir haben euch ja auch schon genug geschrieben&#8230;</p>
<p>Jetzt sind wir jedenfalls wieder an der Kueste, nach einem Tag in Lima &#8211; gerade der Tag de la cumbre, des Gipfeltreffens der EU-Staatschefs mit denen von Suedamerika. Das hiess eine abgeriegelte und gesicherte Stadt, die zwei Tage Zwangsurlaub verordnet bekommen hatte. Viele Limeños haben das verlaengerte Wochenende fuer einen Kurzurlaub genutzt, ansonsten sah es nicht so aus, als ob irgendetwas wichtiges geschehen wuerde. Wir hatten ja schon mit ein paar Demos gerechnet, doch nix war es mit dem staatsbuergerlichen Ungehorsam. Und allein haben wir uns nicht getraut <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> <a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/gruppenbild.jpg"></a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/139/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/139/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/139/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=139&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Huascaran</media:title>
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		<title>Kuelap und Chan Chan</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 20:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf unserer Reise stolpern wir ueber wirklich viel altes Kulturgut in Peru. Nachdem Michaela beschlossen hatte von Chachapoyas  zur Festung Kuelap zu wandern, ging es 2 Tage lang bergauf, bergab durch die Anden. Wir waren wohl jeweils 10 Stunden unterwegs, was mir ganz gut gefiel, aber Michi doch ab und an zum fluchen brachte &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=130&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/kuelap.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/heisser-hund.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/regenbogenpyramide.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/sonnenpyramide.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/wellen.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/regenbogenpyramide1.jpg"></a></p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/kuelap1.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-132" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/kuelap1.jpg?w=72&#038;h=96" alt="" width="72" height="96" /></a>Auf unserer Reise stolpern wir ueber wirklich viel altes Kulturgut in Peru. Nachdem Michaela beschlossen hatte von Chachapoyas  zur Festung Kuelap zu wandern, ging es 2 Tage lang bergauf, bergab durch die Anden. Wir waren wohl jeweils 10 Stunden unterwegs, was mir ganz gut gefiel, aber Michi doch ab und an zum fluchen brachte &#8211; es war schon anstrengend. Nach Kuelap ist man ueber 1200 Hoehenmeter Unterschied erst mal fuenf Stunden steil bergauf unterwegs, bevor man mit der herrlichen Festung belohnt wird. Die auf 3000m Hoehe gelegene prae-inkaische 500x150m grosse Anlage mit bis zu 11 Meter hohen Mauern und ausschliesslich runden Haeusern aus grossen Steinquadern gesetzt (OK die Inkas haben spaeter noch 7 rechteckige reingebaut) liegt teilweise noch so schoen im Nebelwald versteckt, dass ich mir wie Indiana Jones vorkam und auf den grossen rollenden Stein wartete, der mich Eindringling ueberrollen sollte.  Die Festung ist fuer ihre teils 1600 Jahre Alter noch sehr gut erhalten, die Archaeologen haben einen Teil gut restauriert, bzw. vom Wildwuchs gesaeubert. Da sie aufgrund mangelnder Geld- und Stromversorgung mit derselben Technik, aber mit viel weniger Leuten als die Staemme damals arbeiten muessen, verwenden sie aehnliche primitive Techniken und machen alles in Handarbeit&#8230;</p>
<p>Es ist ein traumhafter Ausblick von da oben. Die Leute rundrum leben wahrscheinlich auch noch so wie damals, von denselben Fruechten mit derselben Bodenbearbeitungstechnik usw.  Man kann sich also gut in die Zeit versetzen!!!</p>
<p>Da wir auf unserer Wanderung einem Taxi aus dem Graben geholfen hatten, wollte ich noch etwas ueber die Verkehrsmittel hier schreiben. Hier ist es, wie auch in der Tuerkei ueblich, alle regionalen Strecken mit Kleinbussen, sogenannten colectivos zu befahren. Ebenso dienen bei weniger Andrang Kombis zum Transport von Menschen und deren Gepaeck. Dabei werden beide hoffnungslos ueberladen. 4 Mann auf der Ruecksitzbank ueber zwei Stunden Huckelpiste mit zusaetzlichem Baby auf dem Schoss ist normal. Ebenso die weiteren vier Leute, die im Laderaum des Kombis im Gepaeck sitzen. Die VW-Kleinbusse (alte, kleine, runde) sind bis zu 18 Mann beladbar, wobei ein oder drei Leute dann halt total gebeugt stehen. Wir sind, Gott sei Dank, noch nicht in einen Unfall verwickelt worden, aber wenn dabei nur das Huhn, das ueblicherweise im Sack mittransportiert wird, stirbt, erscheint mir das ein Wunder. Zumal die Kisten alle eher mit Strick zusammengehalten werden, als ordentlich verschraubt erscheinen. Also, wenn jemand das naechste Mal sein Auto entsorgen will, hier fahren sie die Kisten noch mindestens 10 Jahre laenger.</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/collectivo.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-138" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/collectivo.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Nachdem wir in den Anden bei kuehlem Wetter und Nieselregen, aber traumhaftem Blick und herrlichen alten Gemaeuern unterwegs gewesen waren, ging es wieder ab an die Kueste. Hier erwarteten uns heisse Temperaturen - bis Michaela sich wegen der Veroeffentlichung ihrer Diplomarbeit an den Rechner setzte. Seitdem haben wir hier (ist ja auch Winter) keine Sonne und kuehles Wetter. So 20 Grad. Dazu gibt es die Moeglichkeit im kalten Wasser des Humboldtstroms zu schwimmen.</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/wellen.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-136" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/wellen.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Dessen Kaelte, die von der Arktis bis Ecuador zieht und auf Galapagos fuer das besondere Klima sorgt, bringt den Naehrstoffreichtum mit, der die geamte Kueste Suedamerikas zu einem der Fischreichsten Gebiete macht. Eine gute Einnahmequelle fuer die kleinen Fischer und die grossen Betriebe. Beim El Nino faellt die Stroemung aus und ebenso die Fische. Alles wird warm und es regnet heftig. Ueberschwemmungen und Fischarmut sorgen fuer Armut und Hunger/ oder wenigstens einige Existenzzerstoerungen.</p>
<p>Was mich an einem Tag besonders wunderte war der Fischgestank, der mir bei meinem morgendlichen Bad in den schoensten Surfwellen Suedamerikas das Ganze etwas vergraulte. Dazu kommen Federn und Graeten die wir hier immer am Strand finden. Auch das Wasser ist nicht ganz klar, wohl wegen des Sandes&#8230; Oder hatte da jemand anderes seine Finger im Spiel&#8230; nachzulesen (Dank Thomi) unter<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,551051,00.ht">http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,551051,00.ht</a></p>
<p>Nun haben wir diesen Ort auch aufgrund seines schoenen Strandes rausgesucht, aber eher wegen Chan Chan. Diese einmalige Lehmstadt gehoert zur selben Kultur wie die, die wir bereits in Chiclayo besichtigt hatten, und baute ihre riesigen Gebaeudekomplexe vollstaendig aus Lehm. Frueher war der El Nino halt nicht so haeufig! Zu Chan Chan gehoeren 11 m hohe und 5 m breite (Basis) Lehmmauern die riesige Wohn und Religionskomplexe der Oberschicht vom Rest der Bevoelkerung abtrennten. Dazu riesige Pyramiden zur religioesen Anbetung von Sonne und Mond. Man hat hier einen Komplex von 20 kmxkm gefunden, der von den Spaniern zerstoert und von den Grabraeubern mit Bulldozern und der Umleitung der Fluesse zerstoert wurde. Aus dem Rest laesst sich immer noch ein Weltkulturerbe der UNESCO machen, das aufgrund des zunehmenden El Ninio zu den bedrohten zaehlt.</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/collectivo.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/regenbogenpyramide1.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-137" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/regenbogenpyramide1.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Chan Chan bedeutet dabei sol sol, also Sonne Sonne, die in dieser Wuestengegend angebetet wurde. Hier sind nur die Flussniederungen bewohnbar und mit der Umleitung des ernaehrenden Flusses konnten die Inka nach zehn Jahren Kampf auch dieses Volk uebernehmen. Interessant sind uebrig gebliebene Reliefe und Strukturen, die vor allem die Fischerei und Landwirtschaft in den Mittelpunkt ruecken.</p>
<p>Da scheint es ein besonderer Ausdruck von Machtverliebtheit oder religioeser Anbetung, wenn die Sonnenpyramide ueber 50 m hoch uber 250 m lang und 200 m breit war und nur aus fruchtbaren Lehmziegeln erbaut wurde, 140 Millionen an der Zahl, jeder 4 mal so gross wie ein Steinziegel heute. Die Reliefe sind bis heute teils unter dem Lehm erhalten und sogar noch farbig zu erkennen. Wie ueberall fehlt es an Geld und so sind die Ausgrabungen auch kaum voranzutreiben oder zu schuetzen.<br />
<a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/sonnenpyramide.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-135" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/sonnenpyramide.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Ausserdem gibt es hier eine heisse (hohe Koerpertemperatur!) Hunderasse, die zum Heilen von Rheuma und anderen Krankheiten dem Betroffenen direkt auf den Koerper gelegt wird. Einer war an Michis Geburtstag geboren!</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/heisser-hund.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-133" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/05/heisser-hund.jpg?w=72&#038;h=96" alt="" width="72" height="96" /></a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/130/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/130/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/130/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/130/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=130&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Pyramiden und Zufaelle</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 18:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir an der peruanischen Grenze ohne Schwierigkeiten und sogar auf deutsch Willkommen geheissen wurden, haben wir uns daran gemacht die archaeologischen Schaetze des Landes zu besichtigen. Dabei sind wir zuerst durch die Kuestenhalbwueste nahe Chiclayo gereist und haben die aus Lehm ca. 30 m hoch erbauten Pyramiden aus der Zeit von ca. 0-500 n. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=127&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/04/2-pyramiden.jpg"></a><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/04/landschaft-und-pyramide.jpg"></a>Nachdem wir an der peruanischen Grenze ohne Schwierigkeiten und sogar auf deutsch Willkommen geheissen wurden, haben wir uns daran gemacht die archaeologischen Schaetze des Landes zu besichtigen.</p>
<p>Dabei sind wir zuerst durch die Kuestenhalbwueste nahe Chiclayo gereist und haben die aus Lehm ca. 30 m hoch erbauten Pyramiden aus der Zeit von ca. 0-500 n. Ch. besucht. Trotz des meist trockenen Klimas sorgten die ca. alle fuenf Jahre auftretenden heftigen El Niño-Regenfaelle fuer starke Erosion der Lehmbauten. Trotzdem stehen nach 1500 Jahren noch erstaunliche mindestens 20 m hohe Lehmhuegel in der voellig flachen Landschaft wie ein Modell der Anden und erinnern an einstige Groesse. Vor allem die Ballung von ca. 20 dieser Pyramiden um einen natuerlichen Huegel ist umwerfend.</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/04/landschaft-und-pyramide.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-128" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/04/landschaft-und-pyramide.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Die Landschaft wurde schon von den vorinkaischen Voelkern der Mochica und Chimu bewaessert und so ein Grossteil der Wueste in ein Paradies verwandelt. Denn aus den nahe gelegenen Anden fliesst genuegend Wasser herunter. Die Spuren dieser Systeme werden heute noch genutzt oder in der Halbwueste entdeckt. Die Erkundung all dieser archaeologischen Schaetze begann erst in der 60-ern und 80-ern und so ist dieses Wissen noch nicht in unserer Schulbildung aufgetaucht.</p>
<p><a href="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/04/2-pyramiden.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-129" src="http://michistefan.files.wordpress.com/2008/04/2-pyramiden.jpg?w=127&#038;h=96" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p>Auf dem Huegel stehend kann man sich die einstige Groesse dieser Kulturen gut vorstellen. Was mich aus meinem Bild von Kolumbus und den gewalttaetigen Spaniern, die spaeter ganz Suedamerika unterdrueckten, aufsschreckte, war die Grausamkeit, mit der die verschiedenen im ganzen Andengebiet verstreut lebenden Voelkern miteinander umgegangen waren. Vieles erinnert an die Horden der Mongolen und der Kaempfe im mittelalterlichen Europa. Diese dem Menschen typische Brutalitaet bauten auch die Inkas aus. So waren mit dem Herrscher lebendig begrabene Diener und Frauen nicht nur bei den Mochica sondern auch bei den Inka Brauch.</p>
<p>Natuerlich waren Goldschmuck und kuenstlerische Meisterleistungen in den Graebern der Pyramiden zu finden. Das fanden auch die Grabraeuber ganz gut und haben einen Teil gepluendert. Mit Hilfe vom FBI konnte aber z.B. eine Beckenschutz aus Gold wieder herbeigeschafft werden, als er in den Staaten fuer 1,5 Millionen Dollar verkauft wurde. Trotzdem bleiben viele Stuecke nicht im Museum, das aber fuer den Normalperuaner auch kaum erschwinglich ist.</p>
<p>Chiclayo selbst ist wie viele peruanische Staedte ueberfuellt, da ca. 75% der Peruaner in Staedten leben. So ist die Aufdringlichkeit, von jedem der uns etwas verkaufen will auch anstrengend. Um ein Taxi fuer umgerechnet 50 Euro-Cent bis zum Hotel zu benutzen, mussten wir aus ca. 5 Anbietern einen freischreien&#8230; Randbezirke der Stadt sind zu meiden, aber wir hatten bisher kaum Schwierigkeiten. Die Huetten-Slum-Bezirke, die es in Ecuador so nicht gab, wachsen hier schneller als Unraut und sind fuer uns jetzt auch neu!</p>
<p>Weiter ging es dann von Chiclayo in den Amazonas/Orient von Peru. Dabei ist die Bezeichnung irrefuehrend, da Chachapoya noch hoch in den Bergen am oestlichen Rand der Anden liegt. Die Busfahrt ueber die Berge sollte ein besonderes Abenteuer werden.</p>
<p>Wir konnten die ca. 400 km und 11 Stunden nur bei Nacht fahren und so keinen Ausblick geniessen. Aber gegen 3 Uhr war der Bus eh defekt und wir erfuhren zum ersten Mal, das kurz vor unserem Ziel die Strecke gerade auf einer Laenge von ueber 20 km ausgebaut wird und nur nachts befahrbar ist! Wenn die Busfahrer den Bus nicht innerhalb von einer halben Stunde repariert haben wuerden, laegen wir fest.</p>
<p>Die benoetigten natuerlich zwei Stunden. Also fuhren wir bis zur Baustelle und warteten dort den ganzen Tag. Da es erst hiess, der Bus wuerde vielleicht gegen Mittag durchgelassen, machten wir uns erst nachdem dieses Geruecht typischerweise nicht bestaetigt wurde, auf den Weg zum dritthoechsten Wasserfall der Welt, der nur ein paar Stunden Wanderung enfernt zu finden ist.</p>
<p>Ganz typisch ist die Art mit der die Lateinamerikaner diesen Vorfall hinnahmen. Einige heuerten sich um drei in der Nacht ein Auto aus dem benachbarten Dorf, um in dieser Nacht noch durchzukommen. Sie halfen aber auch nur Freunden und Verwandten. Auch die Busfahrer sagten kein Wort, sondern Gaben nur vage optimistische Kommentare ab, um die Fahrgaeste bei Laune zu halten. Alle die sich kein Auto leisten konnten, konnten nur warten. Ohne Wissen, wie lange, wie weit, wo wir sind&#8230; Auch als wir den Tag warten mussten, war die wichtigste Frage fuer alle: Gibt es hier was zu Essen?</p>
<p>Der Wasserfall war jedenfalls ein wundervoller Weg mit einem herrlichen Blick auf die 770 m Waaserfallhoehe, auch wenn uns wegen der undurchsichtigen Informationspolitik der Peruaner nicht genuegend Zeit blieb ein Dusche zu nehmen &#8211; ein schoener Zufall.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michistefan.wordpress.com/127/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michistefan.wordpress.com/127/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michistefan.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michistefan.wordpress.com/127/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michistefan.wordpress.com&amp;blog=1168825&amp;post=127&amp;subd=michistefan&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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